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Autor Nachricht
feder
(Autistenbereich)

Zitat:
Sie stürzten sich in die Arbeit, unternahmen Versuche mit autistischen Ratten, testeten deren hemmende Hirnzellen, Tag für Tag, über Jahre. Nichts. Markram wollte hinwerfen. Da sagte seine Mitarbeiterin Tania Rinaldi Barkat: Was ist denn mit dem Gegenpart? Den Zellen, die Signale verstärken?

Treffer. Diese waren bei den Ratten Hochleistungszellen, unglaublich lernfähig, Signalautobahnen, die Eindrücke rasten nur so. Markram konnte es kaum fassen: Autisten spürten nicht zu wenig, sie spürten zuviel. Ihr Rückzug ist nicht die Krankheit – er ist die Reaktion!

Aber was bedeutet das? Henry und Kamila Markram fuhren zum Nachdenken in Henrys Heimat, Südafrika, in die Kalahariwüste. Viele Stunden saßen sie auf den Dünen und redeten. Kai muss in einer ungeheuer intensiven Welt leben, sagte Kamila. So nannten sie es nun: »Intense World Syndrome«.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45750
25.03.17, 21:48:31
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Antares
(White Unicorn)

Es würde sich im DSM und ICD auf jeden Fall deutlich besser machen:

Intense World Syndrome

Es wäre auch deutlich kompatibler mit unserem Barrieresystem. Die Idee finde ich gut und unterstützenswert, auch wenn ich diese Tierversuche an sich vollständig verabscheue. Letztendlich hätten sie ja auch einfach uns fragen können.
26.03.17, 08:15:26
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Wie überraschend. ;)

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
26.03.17, 10:00:01
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Antares
(White Unicorn)

Na ja, das Überraschende ist ja, dass es jetzt in der Zeitung steht. Die Forschung an sich, also dem sein Skript ist von 2010 etwa, also 7 Jahre alt.

Markrams: Markram, K. & H. (2010): The Intense World Syndrome - a unifying theory if the neurobiology of autism, in: Frontiers in Human Neuroscience

Wenn es mehr Gewicht und Popularität erhielte, könnte sowas aber dazu führen, dass das Autismus-Spektrum-Störungs - Dings im ICD11 dann im 12er geteilt wird, in z.B.:

- Autismus-Spektrums-Störung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff]
- Intense-World-Syndrom

Sollten sie feststellen, dass es verschiedene Gruppen gibt. Interessanter Weise haben sich immer wieder Autisten streng dagegen gewehrt Hochsensibilität und Hochsensorik zu zeigen als Eigenschaften. Schenkt man dem Glauben, wäre das Spektrum in der Tat differenzierbar, zumindest aber die Hochsensorisch Begabten abspaltbar.
26.03.17, 20:29:37
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Ich fände es auch sehr positiv, wenn NA-"Experten" und -Medien nun ein wenig weniger Hetze betreiben würden. Der Ansatz ist relativ erfreulich.

Wieso erwägst du eine Aufsplittung in "Autismus" und "Inner-World-Syndrom"?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
27.03.17, 10:44:45
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Prometheus
(Autistische Entität )

Meiner Meinung nach sind es intolerante NA`s, die anders denkende und anders fühlende Menschen gleich
als "gestörte" abstempeln und nicht unsere natürliche Umwelt, die dafür sorgen, dass wir uns sozial
abkapseln, Barrieren aufbauen...
01.08.17, 11:17:31
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Antares
(White Unicorn)

Ich schlage deshalb eine Splittung vor, weil man die ganzen Autisten welche bettelnd und flehend diesen Begriff behalten wollen, den von mir aus gern behalten können. Sie können sich von mir aus mit Therapien und Medikamenten behandeln lassen, wie sie das für sich für richtig halten. Sie behaupten ja auch steif und fest nicht in Markrams Theorie zu passen, das trifft bei ihnen alles nicht zu und sie sind ja auch krank und nicht Intense-World-Wahrnehmend... etc.

So lange ich dem Intense-World-Syndrom zugeordnet werden kann, kann von mir aus jeder Autist der meint er ist krank gern weiterhin "gestört" mit Nummer versehen bleiben.
01.08.17, 13:09:07
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Kaleidoskop
(in einer Seifenblase zwischen den Welten (DIS & AS & ...)

Zitat von Antares:
So lange ich dem Intense-World-Syndrom zugeordnet werden kann, kann von mir aus jeder Autist der meint er ist krank gern weiterhin "gestört" mit Nummer versehen bleiben.

Ich finde den Begriff für mich passend und stimmig, auch wenn ich mich weder Autist noch Intense—World schimpfen darf mangels offizieller Diagnose.

Und die, die keine Stimme haben, werden vermutlich ähnlich denken. Dinge werden intensiv. Das konnte ich beobachten bei meiner einen Freundin. Bei mir kann ich beobachten, dass ich, wenn nicht so viel flutet ohne ich nicht zu sehr verausgabt, quasi ausschalten dann habe ich auch eine herabgesetzte Sensibilität zum Beispiel für Schmerz.

Von Tierversuchen halte ich auch nichts. Diese Wesen sind abhängig von uns Menschen und wir nutzen das schamlos aus. Ich will jetzt keine Debatte über Tierschutz anfangen.

Es wäre gut, wenn der wirklich geändert würde. Autismus ist so mit Vorurteilen und Stigmata gespickt, dass einem ganz wirr im Kopf wird.
Und dann gibt es Besserwisser bei den NA, die deine Gedanken für falsch erklären, nur weil noch kein ach so hoher Prof. Zu dem Thema geforscht hat oder aber schon so viele Weißkittel das Bild gefestigt haben, dass ich meine Gedanken auch der Wand erzählen könnte, die interessiert das auch nicht. Mit „Intense World Syndrome“ wären alle Götter in Weiß und angehende Fachmenschen gezwungen, viele Dogmen zu hinterfragen.
01.08.17, 17:28:30
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hjqsra
(Standard)

geändert von: hjqsra - 14.12.19, 02:19:03

Das Thema "Intense World Syndrome" hat sich auch 2018 und 2019 weiter in den Medien herumgesprochen. Besonders 2019, - es folgen eine Reihe von aktuellen Links, die Google mir auf den ersten Seiten ausspuckte (fast alles der in etwa selbe Inhalt):

https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Ein-kleiner-Junge-mit-Autismus-revolutioniert-die-Forschung-id54166486.html

https://www.mz-web.de/panorama/einzigartige-geschichte-wie-ein-hirnforscher-an-seinem-sohn-den-autismus-erforschte-31937248

https://www.spektrum.de/magazin/autismus-markrams-intense-world-theorie/1685146

https://www.br.de/nachrichten/wissen/zum-welt-autismus-tag-wie-autisten-die-welt-wahrnehmen,RLimnzp

https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/autismus-forschung-der-junge-der-alles-veraenderte-id21986402.html

https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/5546707/Hirnforscher-Vater-zeigen-auf_Was-wirklich-hinter-Autismus-steckt

https://www.focus.de/gesundheit/sie-fuehlen-nicht-zu-wenig-sondern-zu-viel-hirnforscher-markam-autisten-fehlt-keine-empathie-sondern-uns-fuer-die-autisten_id_10562596.html

https://chrismon.evangelisch.de/nachrichten/42347/neurologe-autistischen-kindern-ihre-rituale-lassen"

https://lexikon.stangl.eu/25116/intense-world-syndrome/

https://www.wissenschaft.de/rezensionen/buecher/wenn-die-welt-zu-laut-ist/

https://eppendorfer.de/das-phaenomen-greta/

https://nzzas.nzz.ch/wissen/autismus-modediagnose-geworden-ld.1507037?reduced=true

https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/Die-intensive-Welt-Wie-der-Sohn-eines-Hirnforschers-den-Blick-auf-Autismus-veraenderte;art409965,10107573

https://rp-online.de/panorama/hirnforscher-henry-markram-entschluesselt-autismus-krankkeit-seines-sohnes_aid-33222187

https://www.bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/der-hypersoziale-autist/story/11600924

https://www.sn-online.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Autisten-fuehlen-viel-mehr-als-wir-Hirnforscher-Henry-Markram-im-Interview


Ich möchte aber die eine Artikel-Überschrift kritisch beäugen, dass Autisten mehr fühlen würden, als Nicht-Autisten. Vielleicht gibt es da kein mehr oder weniger. - Vielleicht ist die Zeitraum-Intensitäts-Verteilung einfach unterschiedlich. Und / Oder der (auch neuronale) Ausdruck. Und das Gebiet.

In jedem Fall erlebt dieser Mann ja auch seinen Sohn. Und einer der Markram-Artikel stammt auch von einem Wissenschaftler, dessen Sohn ein Autist ist.

Zunächst fragte ich mich, ob die dann nicht irgendwie voreingenommen denken könnten. Aber wenn sie das nicht fühlen könnten, würden sie so etwas ja nicht schreiben. Wobei sich Markram das ja mit den Ergebnissen aus seinen (/ aus allseits fragwürdigen) Tierversuchen darlegt. Ob er es vorher schon gespürt hat? Bestimmt. Ich brauche (auch) keine Neuronen-Forschung um zu empfinden, dass jeder mir bislang begegnete Mensch empfindet. Wieso muss etwas erst (allgemeingültig) kategorisiert werden, um gelten zu dürfen?
Nicht-Betroffene könnten auch voreingenommen denken.
14.12.19, 02:00:13
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von hjqsra:
Vielleicht ist die Zeitraum-Intensitäts-Verteilung einfach unterschiedlich.

Wie meinst du das? Wenn jemand in einem Moment weniger (nicht nur anders fokussiert) erfasst, dann dürfte die Auswirkung in Richtung größerer Selektivität (Wahrnehmungsfilter) gehen?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
03.05.21, 20:05:52
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
An alternativen Theorien zum Ursprung und den neurobiologischen Fundamenten von ASS mangelt es also nicht. Als Wissenschaftsjournalist und Vater eines Betroffenen kenne ich die Flut der neuen Thesen und Befunde allzu gut – im Durchschnitt bekomme ich mehr als eine pro Tag auf den Bildschirm, und das seit 20 Jahren. Den versprochenen Durchbruch hat bisher aber keine dieser Neuerungen gebracht.

Die Intense World Theory fand und findet vor allem bei Autisten mit milderen ASS-Ausprägungen Anklang. Im Vergleich zu Personen am anderen Ende des Autismus-Spektrums – deren soziale Kommunikationsfähigkeit in der Regel stark eingeschränkt ist und die intensive, lebenslange Betreuung benötigen – können sie ihre Erfahrungen gut beschreiben. Im 2018 erschienenen Buch des Journalisten Lorenz Wagner über die Markrams zitiert dieser auch einige Briefe, die Betroffene an die Familie gesandt haben. So schreibt eine Leserin namens Kate: »Ich bin eine Asperger (Ein gebräuchlicher Begriff für einen milden »Autismus-Subtyp«; in der neuesten Version der »Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme«, der ICD-11, wird das Erscheinungsbild als Teil der ASS geführt; Anm. d. Red.), die mit Freude Ihre ›Intense World Theory‹ gelesen hat. Endlich finden Leute ohne Autismus raus, was wir Autisten euch all die Zeit gezeigt (und gesagt) haben!« Ein anderer Leser, Fabrizio, schreibt: »Ich bin 40 Jahre alt und wurde gerade erst diagnostiziert. Ihre Theorie weckte in mir das Gefühl, dass mich zum ersten Mal einer versteht. Ich empfinde die Welt als zu schnell, zu laut, zu intensiv.«

Auf die erzieherische Praxis hat die These bisher offenbar nur bedingt Einfluss. Einer erfahrenen Sonderpädagogin in Oxford, mit der ich gesprochen habe, war die Intense World Theory zum Beispiel kein Begriff. Die Psychologin Felicia Hurewitz, Leiterin des Drexel Autism Support Program beim Beratungsdienst EdMent in Philadelphia, USA, berichtet hingegen, aus dem Ansatz abgeleitete Maßnahmen wie etwa die Abschirmung vor überraschenden und zu starken Reizen würden durchaus verwendet, jedoch ohne direkte Bezugnahme auf die Intense World Theory. Elizabeth Farnden, die in London eine Schule für autistische Kinder führt, geht pragmatisch vor. Sie bietet den Kleinen eine stimulierende Umgebung, die die Reizdichte der Außenwelt reflektiert. Reizarme Rückzugsräume stehen aber zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.

Nicht nur unter Autisten findet die Theorie der Markrams Anklang – auch manche Wissenschaftler wollen das Modell nicht ganz ablehnen. »Ich persönlich schätze die Intense World Theory, da sie von nicht wenigen autistischen Menschen im Hinblick auf spezifische Wahrnehmungsbesonderheiten ›bestätigt‹ wird«, erklärt Georg Theunissen, emeritierter Professor für Pädagogik bei Autismus an der Universität Halle-Wittenberg. Er meint aber, aus solchen Thesen hervorgehende Anwendungsvorschläge müssten immer kritisch diskutiert werden. Zudem gäbe es zahlreiche weitere Ansätze, die sich auf die veränderte Wahrnehmung von Autisten beziehen. Dazu zählt zum Beispiel die zuvor genannte Divisive Normalisation Theory sowie das Modell der erweiterten wahrnehmungsbezogenen Funktionsfähigkeit. Dieses geht wie Uta Friths Weak Central Coherence Theory davon aus, dass die Wahrnehmung von Autisten sich prinzipiell von der nicht Betroffener unterscheidet. Bei Ersteren sei das Gehirn eher darauf ausgerichtet, Details zu erfassen und zu verarbeiten – diese Personen zeichneten sich durch ein »Bottom-up-Denken« aus. Nichtautistische Menschen gelten hingegen als »Top-down-Denker«. Sie gehen demnach vom Allgemeinen aus, hin zum Speziellen. Außerdem gäbe es Anzeichen dafür, dass bei zahlreichen Autisten das wahrnehmungsbezogene Denken dominiert, während Nichtautisten eher sprachbezogene Denker sind.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
08.05.21, 14:06:45
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hjqsra
(Standard)

@55555

Nicht-Autisten sollen ja ständig in einer grundlegenden Gefühlsstimmung kommunizieren, sagte mir eine Psychologin. Sie sind sich öfters darüber bewusst, was sie fühlen, und drücken dies gern in jedem Wort mit aus.

Autisten hingegen sind oft reizüberflutet, und dann stauen sich Emotionen auf. Oder sie sind in einem Hyperfokus und kriegen z. B. ihren Hunger nicht mit. Und wenn sie aus dem Hyperfokus rauskommen, dann spüren sie plötzlich mega Hunger.
Oder wenn sie ihre Gefühle erkennen, können sie die dann oft nicht mehr bremsen; Overload, Meltdown, Shutdown.

Es gibt ja dieses Stress-Ampel-Modell, was zum Üben erstellt wurde, Emotionen frühzeitiger wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren zu können.

So kann es dann ja vielleicht einfach sein, dass wenn Autisten ihre Gefühle wahrnehmen, die dann immer sehr extrem sind, und dafür im geistigen Ruhemodus entspannter, als bei Nicht-Autisten.

Dass die Gefühle von Autisten feiner, durcheinanderer sind, weil zu viele feine Nuancen an Gefühlen aufeinander treffen, die sich in ein komplexeres Chaos vermischen, mitunter noch gepaart mit Synästhesie.

Aber auch bei Nicht-Autisten kann etwas ins Unterbewusste gehen. Beides zeigt sich dann psychosomatisch. Oder auch Borderliner können extreme Gefühlsmomente haben. Wobei es auch teilweise Borderliner mit Autismus gibt.

Dann wieder haben Autisten häufig einen stärkeren Beobachtungssinn und ein feineres Gehör, wenn sie nicht gerade in einem Hyperfokus abgelenkt sind. Öfters sind sie aber auch in ihrer eigenen Welt.

Ich weiß nicht, ob Nicht-Autisten auf anderer Ebene ähnlich viel fühlen können oder nicht. Wenn Autisten sich bewusst über ein Gefühl sind, oder man sie in einem Gefühl wahrnimmt, dann ist das auf jeden Fall in dem Moment oft extrem. NA reden zwar viel darüber, wie sie sich fühlen, aber in wie weit sie diese Gefühle immer achtsam wahrnehmen, weiß ich nicht.

Ansonsten unterhielt ich mich mit manchen Autisten, die das auch kennen, dass in ruhigeren Stimmungsmomenten so eine Art Gefühlsbrei vorhanden ist, wenn sie versuchen sich darauf zu konzentrieren. Als würden lauter feine Nuancen ineinander verschwimmen, die man nur schwer zerpflücken und ausdrücken kann.

08.02.22, 22:12:40
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