[Kettenbeitrag zusammengefasst, mfg [55555]]
Ich denke auch, daß NA da in gewisser Hinsicht psychisch labiler sind und ständig von Angst getrieben irgendwie aus dem Rudel ausgestoßen, abgelehnt zu werden. Das scheint dann meist wichtiger zu sein als verbale Auseinandersetzung, das archaische Rudelgefühl herrscht hier eher über die Ebene, die das Menschsein ausmacht.
Hier
Zitat:
Zeitmangel spielt, so glaube ich, eine große Rolle. Um sich auf eine Interaktion einzulassen bedarf es Zeit. Zeit zu verstehen, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Antworten. Und jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Zeit. Das passt aber oftmals nicht in unsere schnelllebige Gesellschaft, denn wir rasen von Termin zu Termin, müssen uns gedanklich vorbereiten um auch diesen wieder gut hinzukriegen, weil wenn wir das nicht tun, sind wir ersetzbar. Beim Arbeiten, bei Freundschaften und in der Familie. Ersetzbarkeit macht Angst (Druck). Wir leben heute nicht mehr in "gewachsenen" Systemen. Dies bedeutet Freiheit aber auch Ersetzbarkeit, da nur noch einzelne Fähigkeiten gefragt sind und nicht mehr der ganze Mensch mit Stärken und Schwächen. Diesem komplexen,gesellschaftlichen Druck fühle ich mich schon ausgesetzt und er macht mein Leben kompliziert und anstrengend.
hab ich mir über einen Teilaspekt der Ursachen Gedanken gemacht. Ich selbst erlebe mich nicht als Teil des Rudels, möchte aber mit ihm "tanzen"
[Frei nach 'Der mit dem Wolf(srudel) tanzt!]
Es mag sein, daß du dich in "Sachzwängen" befindest. Diesen Zweispalt gegenüber dem, was eigentlich gut wäre, mußt du dann wohl mit dir ausmachen. Die Feststellung solcher Pendelbewegungen ist schon generell richtig, Gewalt erzeugt meist Gegengewalt. Ich halte meine Darstellungen jedoch für ausgewogen, sie sind bereits der Kompromiss. Zudem sollte man das Pendelbild nicht überstrapazieren. Wenn es z.B. um die Abschaffung der Sklaverei im Gesetz ginge, dann wäre mir neu, daß hier historisch ein Kompromiß gefunden wurde (wenn auch real betrachtet heute Sklaverei noch faktisch in erheblichem Umfang existiert, vielleicht gab es nie so viele Sklaven, wie heute).
Da hast Du Recht, muss ich mit mir ausmachen, Eure Erklärungen helfen mir jedoch dabei, einen eigenen Weg zu finden.
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ich erlebe Deine Bespiele schon als drastisch, kann sie jetzt aber besser zuordnen. 
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Ich finde das Thema sehr wichtig, da es immer wieder zu Missverständnissen kommt und diese scheinbar an der unterschiedlichen Kommunikation liegen.
Jetzt versuche ich etwas darzustellen, wovon ich keine Ahnung habe und nur orakeln kann, deshalb ist mir deine Meinung dazu auch wichtig.
Wir können das gerne gemeinsam auseinander pflücken 
....Ich stelle es mir wie folgt vor, zuerst tauscht man Nettigkeiten aus, hebt das Positive hervor, um ein Gemeinsamkeitsgefühl zu erzeugen. Diese Basis scheint enorm wichtig für jedes Gespräch und ist Grundlage, um auch kritische Bemerkungen zu tätigen. Ist eine feste Basis aufgebaut, ist auch Kritik oder eine andere Ansicht möglich, diese darf dann scheinbar wieder nicht direkt geäußert werden, sondern durch die „Blume“ und genau an dieser Stelle verstehe ich dann nichts mehr. Für mich ist es langsam faszinierend, dass man sich bei dieser Art der Kommunikation immer noch versteht....
Grundsätzlich scheint das NA-Kommunikationssystem so zu funktionieren. Die Intensität des ganzen 'DRUMHERUM' ist aber von Person zu Person unterschiedlich. Manche Menschen sind klarer, direkter, oftmals auch selbstsicher. Denen genügt der Austausch von Informationen.
Je höher aber die Verunsicherung bezüglich der eigenen Person oder Position ist, um so mehr 'in Sicherheiten wiegen' ist notwendig.
Für mich ist das oftmals auch nicht klar ersichtlich, was mein Gegenüber braucht.
Das bedeutet aber auch, dass ich Fragen immer missverstehe, weil ich gar nicht erahne, dass man eigentlich eine andere Frage meinte
„Was haltet ihr vom…“ direkte Antwort: nichts
Für mich ist es die einzige Antwortmöglichkeit, vielleicht steckten aber auch in der Frage noch andere: „Wie findet ihr meine Bemühungen, was haltet ihr von meinem Engagement…und zum Schluss die Frage, was haltet ihr vom…?
Dann würde man natürlich nacheinander die drei Fragen beantworten.
Du verdeutlichst hier wie komplex dieses System ist....ob es sinnvoll oder nötig ist bezweifel ich, aber aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Situation hat es sich wohl so entwickelt. Ich denke das die Menschen vor 100 Jahren noch viel direkter gesprochen haben.