so, jetzt kann ich endlich schreiben.;)
Analysieren traumatisierte mehr, als Autisten
zur überschrift besitze ich keine meinung, da ich nicht wissen kann, ob traumatisierte mehr analysieren als autisten. wie verhält sich denn der fall, dass ein traumatisierter autist analysiert? welcher teil in ihm überwiegt beim analysieren? derartige fragestellungen sind unbeantwortbar durch mich.
analysieren hat auch nicht zwangsweise mit viel schreiben zu tun.
Zitat:
Bedeutet das nun, das Autisten generell weniger schriftlich reflektieren, weil man sich nicht traut oder weil einem weniger dazu einfaellt?
ob autisten generell weniger schriftlich reflektieren, kann ich ebensowenig beurteilen. was autisten bisher schriftlich scheinbar reflektiert mitgeteilt haben, finde ich schon beachtlich. manchmal.
weiß nicht, ob nicht umfangreiches schreiben durch autisten mit ängsten verbunden ist (darstellung vor unbekannter masse/fremde und deren reaktionen auf das mitgeteilte bzw. das persönliche/intime) - oder ob ihnen weniger dazu (zu was?) einfallen würde.
persönlich reflektiere/denke ich sehr viel. welchen sinn hat es für mich persönlich mein denken zu verbalisieren, wenn mein denken schneller funktioniert als worte? mehrschichtiger ist? komplexer? nicht alles, was ich denke, möchte/muss ich anderen menschen mitteilen. würde ich die sprache meinen gedanken anpassen, könnte man mich sehr wahrscheinlich für psychotisch halten, nur weil mein denken (wenn ich mich explizit darüber bei seltenen gelegenheiten austausche) ebenfalls scheinbar "abnormal" ist.;)
am beispiel dieses threads kann ich jedoch mitteilen, dass mir nicht viel dazu (zum titel) einfällt und ich mich gerade wegen oberflächlichkeiten abmühe, etwas inflächliches zu äußern, damit das vielleicht auch so ankommt. das ist anstrengend. schreiben kann anstrengend sein.
wenn nicht gerade menschen hierher finden mit problemen bezüglich verstehen warum "ihr" autist sich wie verhält, werde ich mich aus dem öffentlichen teil zurückziehen. das ist nunmehr ein ergebnis eines prozesses, der seit über einem halben jahr andauert.
Zitat:
Oder an was liegt es, das sonst die AutistenForen beinah menschenleer erscheinen?
die gründe, weswegen es dir so erscheint, kenne ich nicht. werde darüber auch keine mutmaßungen anstellen. persönlich finde ich, muss man sich als autist nicht ständig mitteilen. man kann auch nur so beiwohnen und lesen. mitdenken. seit etwas über einem jahr habe ich mal wieder eine phase, in der ich sprache zu kommunikationszwecken mehr ausprobiere. per internet finde ich es interessant. der schnelle wechsel der themen und user als "gesprächsanbieter/-partner" kann anstrengend sein. zu manchen dingen äußere ich mich, weil ich sie persönlich interessant finde, zu anderen, weil ich nicht fassen kann, was andere menschen äußern - allgemein denke ich: wozu teile ich mich überhaupt mit? wenn ich irgendwann einmal tot bin, interessiert es wahrscheinlich niemanden, warum sich "heute" anstrengen? (eine "hommage" an die depressiven anteile).
menschenleer stelle ich mir anders vor.
@sayo:
welche kommentare von "eure" meinst du? meinen? (da du diesbezüglich eigentlich offensichtlich nur bezug nimmst auf meine äußerung).
falls es noch niemanden hier aufgefallen ist: ich übernehme hin und wieder bezeichnungen anderer personen, wenn ich das in dem moment nicht anders übersetzen kann (gut, der grund dafür ist für euch bzw. dich unsichtbar).
allgemein kann man das auch als echolalie bezeichnen, die ich mich sehr bemühe zu unterdrücken, weil das in der regel komische reaktionen anderer zur folge hat.
weil ich mir heute und gestern auch schon so viel mühe gebe...:
den begriff schreibrausch übernahm ich von Viktor*. sehe darin kein problem.
auch nicht in verbindung mit dem begriff langeweile. den ich sogar in markierungen setzte. "langeweile". ich werde hier jetzt nicht noch einmal ausführlich erklären, dass ich hin und wieder schwierigkeiten damit habe, meine bildergedanken in worte zu übersetzen. lange:weile. viel zeit. "langeweile".
Zitat:
Eine Langeweile kann (...) positiv (...) erlebt werden. Ein positives Erleben stellt sich meistens dann ein, wenn der Betroffene die Langeweile ausnutzen kann, etwa um (...) aus ihr Motivation für eine seiner Meinung nach ohnehin nötige Reflexion schöpft.
Zitat:
Hier wird deutlich, dass Langeweile durchaus etwas Konstruktives und Positives sein kann, indem sie uns zum Nachdenken bringt und uns dazu auffordert, Entscheidungen zu treffen für eine sinnvolle Gestaltung unserer Lebenszeit.
quelle
für mich ist es einfach nur müßig, wenn menschen sich aus ganzen sätzen einzelne worte herauspicken und dann mich mit entwertung in verbindung bringen.
was du meinst, wen oder was ich unterstellenderweise abqualifizieren würde, ist mir jetzt herlichst egal. viel spaß noch mit deinen ideen.
da ich nun auch keine lust mehr habe, mich für meine formulierungen, d.h. für meine persönlichkeit, die andere anders interpretieren mögen, zu rechtfertigen, war es das nun für mich. ich benötige kapazitäten für andere dinge. 'wer nichts schreibt, "muss" sich auch nicht rechtfertigen' (= verbalisierter gedanke).