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Autor Nachricht
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Verändert der als harmlos geltende Parasit, mit dem in Deutschland mindestens jeder Dritte infiziert ist, das Wesen seiner menschlichen Wirte?

[...]

Schon seit den dreißiger Jahren beobachten Forscher an Tieren, dass Parasiten ihre Wirte manipulieren. Der kleine Leberegel etwa bringt Ameisen dazu, sich über Nacht an den Spitzen von Grashalmen festzuklammern. So werden sie morgens leichter von weidenden Schafen oder Rindern gefressen, in deren Körpern der Parasit sich vermehren kann. Saugwürmer machen Fische zappelig, damit diese von Seevögeln, den Endwirten des Parasiten, eher gesehen werden. Und Saitenwürmer treiben ihre Wirte - Grillen, in deren Hinterleib sie sich entwickeln - geradewegs in den Selbstmord. Ist der Wurm in ihnen ausgewachsen, hüpfen die Grillen ins Wasser, obwohl sie überhaupt nicht schwimmen können. Der Wurm kann sich jedoch dort vermehren. Nur dort.

[...]

Auch bei Menschen verstecken sich Toxoplasmen im Gehirn. "Man kann davon ausgehen, dass jeder, der mit Toxoplasma infiziert ist, winzige Zysten im Gehirn hat", sagt Carsten Lüder, der an der Universität Göttingen untersucht, wie der Parasit das Immunsystem manipuliert. Die Infektion ist meist harmlos. Bisher gilt der Parasit nur für Schwangere und Menschen mit schwachem Immunsystem als gefährlich, denn er kann die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen und bei schwacher Abwehr Gehirnentzündungen hervorrufen.

[...]

Berichten zufolge steigert der Erreger der "Lustseuche" Syphilis, ein Bakterium, die sexuelle Aktivität infizierter Menschen. Und niesen wir bei einem Schnupfen wirklich, um die Krankheitserreger aus den Atemwegen herauszuschleudern? Oder nutzt das Erkältungsvirus den Reflex, um sich zu weiteren Opfern befördern zu lassen? Beim Erkältungsvirus hat das noch niemand untersucht, Daten gibt es nur zu Toxoplasma.

Rund zehntausend Menschen hat Jaroslav Flegr inzwischen auf den Parasiten getestet und mit Fragebögen sowie psychologischen Tests untersucht. Flegr ist sicher: Toxoplasma verändert das Verhalten der infizierten Menschen.

Die Studien des Forschers zeigen, dass befallene Männer misstrauischer und laxer gegenüber gesellschaftlichen Normen sind. Frauen dagegen entwickeln sich genau entgegengesetzt. Sie werden warmherziger und folgsamer gegenüber Regeln. Beide Geschlechter neigen zu mehr Schuldgefühlen. Sie zweifeln mehr an sich, machen sich mehr Sorgen, sind unsicherer. Und sie schneiden in Reaktionstests deutlich langsamer ab als Nichtinfizierte. Sie verursachen sogar mehr Verkehrsunfälle.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
04.04.09, 18:39:57
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Dieses Thema finde ich schon interessant. Ich stelle hierzu mal eine These auf:

Nichtautismus geht auf eine oder mehrere Bakterienarten zurück, die um ihre Verbreitung zu befördern ein übersteigertes und sinnentleertes Sozialverhalten induzieren. Dabei veranlassen sie die erkrankten Personen z.B. oft andere Menschen anzufassen.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
05.04.09, 14:13:30
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haggard
(Autistenbereich)

das würde dann bedeuten, dass die einzeller via körperkontakt ausbreitung finden würden. demnach müssten sehr viele der menschen, die noch nicht von derartigen einzellern befallen wären, nach erfolgtem körperkontakt ebensolche verhaltensweisen zeigen. aufgehoben wäre dann auch die vermutung, dass derartige einzeller sich auf bestimmte wirte beschränken würden, da die kontaktaufnahme bei vielen unterschiedlichen lebewesen beobachtet werden kann. wenn dieser einzeller ein solches potenzial besitzen würde, dürfte es praktisch kein lebewesen mehr geben (beispielsweise in der gruppe der wirbeltiere), das nicht körperkontakt betreibt.
05.04.09, 14:33:28
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Es reicht aus, wenn Körperkontakt die Übertragung wahrscheinlicher machen würde. Aufgrund der hohen Verbreitung wäre davon auszugehen, daß nicht befallene Personen eine Art von Resistenz aufweisen könnten. Die Festhaltemethode - ein verzweifelter Versuch von Einzellern resistente Personen zu besiedeln?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
05.04.09, 14:50:27
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Hans
(Autistenbereich)

Interessante Theorie !
05.04.09, 21:26:19
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zoccoly
(Autistenbereich)

Zitat von 55555:
Die Festhaltemethode - ein verzweifelter Versuch von Einzellern resistente Personen zu besiedeln?


und aus ökonomischer Sicht auch die preiswertere Variante, denn die Genforschung verschlingt ja eine Menge Geld und der Staat ist gerade mit der Rettung der Banken beschäftigt.

stillgelegt
05.04.09, 22:53:49
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Für die einen alltäglich, für andere unerhört: Händeschütteln ist weltweit verbreitet, aber manchen Kulturen zuwider. Woher das Verhalten stammt, ist noch unklar.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
23.11.16, 17:52:57
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mor
(Autistenbereich)


Zitat von 55555:
Zitat:
Für die einen alltäglich, für andere unerhört: Händeschütteln ist weltweit verbreitet, aber manchen Kulturen zuwider. Woher das Verhalten stammt, ist noch unklar.


Ich habe mal gehört oder gelesen, dass das Händegeben früher so eine Art war, dem Gegenüber auszuchecken, ob dieser ein Waffe wzb Messer im Ärmel hätte. So als Art Absicherung, ob er jetzt Freund oder Feind ist. (?)
06.11.21, 15:55:17
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Ein aktueller Artikel:
Zitat:
T. gondii ist einer der erfolgreichsten Parasiten weltweit. Aktuellen Schätzungen zufolge trägt knapp ein Drittel der Menschheit den Mikroorganismus in sich. In manchen Regionen Afrikas sind es bis zu 90 Prozent der Bevölkerung, in Brasilien 80 Prozent und in Deutschland immerhin rund 50 Prozent. Die meisten Menschen bemerken die Infektion gar nicht. Nur bei einem von zehn treten unspezifische Beschwerden wie leichtes Fieber, Müdigkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf.

Der Mensch ist für den Parasiten ein Zwischenwirt. Vorrangig befällt T. gondii verschiedene Katzenspezies – nur in ihnen kann er sich geschlechtlich vermehren und seinen Lebenszyklus vollenden. Stubentiger scheiden nach der Ansteckung ein bis drei Wochen lang Parasiteneier aus, manche Wildkatzen tun dies ihr Leben lang. Sobald diese in die Umwelt gelangen, reifen sie aus, verteilen ihre Sporen und verunreinigen damit Wasserquellen, Boden und Feldfrüchte. Neben Menschen befallen die Parasiten unter anderem Nagetiere, Hühner, Schweine und Rinder. Nicht durcherhitztes Fleisch dieser Tiere stellt für uns eine weitere Infektionsquelle dar. Hier zu Lande geht vermutlich sogar ein Großteil der Ansteckungen auf den Konsum von kontaminiertem Rohfleisch zurück.

Vom Magen-Darm-Trakt aus gelangt der Schmarotzer bis in unser Gehirn – und das, obwohl das Organ durch die Blut-Hirn-Schranke vor Krankheitserregern geschützt wird. Wie T. gondii das gelingt, ist noch unklar. Eine Theorie ist, dass er sich im Inneren von Immunzellen ins zentrale Nervensystem einschleust. Durch die Infektion werden sie beweglicher, und das befähigt sie mitunter, die Endothelzellschicht der Schutzbarriere zu durchwandern. Sind die Parasiten erst einmal im Gehirn angelangt, nisten sie sich in Neuronen und Gliazellen ein. Untersuchungen von verstorbenen Tieren und Menschen haben gezeigt, dass sie in fast allen Hirnregionen vorkommen können. Vor allem findet man sie in der Amygdala, dem Thalamus, dem Striatum, dem Hippocampus, dem Kleinhirn sowie in der Großhirnrinde.

Offenbar kann T. gondii seinen Zwischenwirt zu seinen Gunsten manipulieren. Sein Ziel: Dieser soll sich möglichst von einer Katze fressen lassen. Den Mechanismus haben Fachleute ausgiebig an Nagetieren untersucht. Infizierte Tiere wirken äußerlich gesund und fit. Sie verhalten sich jedoch anders als ihre nicht infizierten Artgenossen. Ein Team um Manuel Berdoy von der University of Oxford wies im Jahr 2000 die so genannte Fatal Feline Attraction bei Ratten nach. 23 Labornager, die mit T. gondii angesteckt worden waren (und daraufhin entsprechende Antikörper im Blutserum gebildet hatten), zeigten keine Scheu gegenüber dem Geruch von Katzenurin. Einige Tiere schien der Duft nun sogar anzuziehen. Die 32 Kontrolltiere verhielten sich normal; sie bevorzugten jene Ecken eines Labyrinths, in denen ihr eigener Körpergeruch vorherrschte. Dem Katzenurin blieben sie tunlichst fern. Gegenüber Hasenurin verhielten sich beide Gruppen gleich.

In weiteren Studien stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fest, dass Ratten und Mäuse mit Toxoplasmose aktiver waren als nicht infizierte Tiere. Sie hatten zudem weniger Angst vor neuen Reizen, reagierten langsamer und hielten sich lieber in offenem Gelände auf. All diese Verhaltensweisen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sie einer Katze zum Opfer fallen.
2011 berichtete eine Arbeitsgruppe um den Parasitologen Jaroslav Flegr von der Karls-Universität Prag über eine Form der Fatal Feline Attraction bei Menschen. Die Forscherinnen und Forscher hielten 168 Freiwilligen mehrere Geruchsproben unter die Nase: Urin von Katzen, Pferden, Tigern, Hyänen und Hunden. Die 15 positiv auf Toxoplasmose getesteten Männer empfanden den Katzenurinduft im Schnitt als angenehmer, die 17 toxoplasmapositiven Frauen dagegen als unangenehmer. Wie die Geschlechterunterschiede zu Stande kamen, klärte die Arbeit nicht.

[...]

Eine Toxoplasmose wirkt sich etwa auf die Konzentration von Signalmolekülen im Gehirn aus. Sie erhöht zum Beispiel den Dopaminspiegel im zentralen Nervensystem. T. gondii stellt nämlich ein Enzym namens Tyrosin-Hydroxylase her, das an der Produktion des Neurotransmitters mitwirkt, und scheidet es innerhalb der durch ihn entstandenen Gehirnzysten aus. Bei Menschen mit Schizophrenie findet man ebenfalls ein Zuviel des Stoffs im Zentralnervensystem;

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
18.11.21, 09:30:46
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