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Autor Nachricht
wolfskind
(stillgelegt)

in diesem zusammenhang würde mich etwas interessieren:
kann man es als "beleidigung" deuten/auslegen
wenn über A in gutachten (oder bei terminen usw) störungsbilder ausgeführt werden?
ist das nicht so ähnlich wie wenn man einen "stinkefinger" zeigt?
bzw jemanden beleidigt? das ist doch dann strafbar?

"Freilich ist die Welt voller Fährnisse und düsterer Orte; doch noch immer ist viel Schönes lebendig, und wenn auch die Liebe in allen Landen nun mit Leid vermengt ist, wird sie deshalb vielleicht um so größer."
"Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen."

(Herr der Ringe)
23.04.12, 17:15:54
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Schwer zu sagen, wenn man die kulturellen Prägungen der Richter beiseiteläßt. Soweit ich mich entsinne kann es sogar in bestimmten Situationen als Beleidigung gewertet werden einen verurteilten Dieb als Dieb zu beschimpfen. Es kommt immer darauf an, ob eine sachliche Auseinandersetzung gesehen wird. Schwer würde wohl vor allem zu erläutern wieso man denn einen Arzt aufsuchte, da man ja damit rechnen müsse beurteilt zu werden. Das kann man aber auch wieder relativiert sehen, wenn jemand Nachteilsausgleiche nur erhält, wenn man sich mutmaßlich beleidigen ließe. Zu viel würde ich von der deutschen Justiz da nicht erwarten, aber ein Versuch wäre vielleicht mal erhellend, wenn sich nicht schon vergleichbare Präzidenzfälle finden.

Der Gebrauch von "Autist" als Schimpfwort könnte allerdings eventuell als Volksverhetzung gewertet werden, da die Verächtlichmachung von Autisten direkt in die Tötung von ungeborenen Menschen münden wird (das ist zumindest naheliegend ohne echten Gegenpol in der öffentlichen Meinung und den gibt es bisher in der Breite leider ja nicht, auch wenn Autisten in letzter Zeit schon öfters in Medienerzeugnissen vor allem aus der Außensicht dargestellt werden)

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
23.04.12, 19:26:18
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wolfskind
(stillgelegt)

Zitat:
Wir alle sind Opfer einer Ideologie des Egoismus. Sie wurde für eine Welt des Krieges entwickelt und verheert heute den Frieden. Eine Ideologie der Kälte und des Autismus. Eine Ideologie von Psychopathen für Psychopathen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-frank-schirrmachers-neues-buch-ego-a-882547.html

"Freilich ist die Welt voller Fährnisse und düsterer Orte; doch noch immer ist viel Schönes lebendig, und wenn auch die Liebe in allen Landen nun mit Leid vermengt ist, wird sie deshalb vielleicht um so größer."
"Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen."

(Herr der Ringe)
11.02.13, 14:32:48
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55555
(Fettnäpfchendetektor)


Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
27.02.13, 21:15:07
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Super Aufklärung. -_-
Zitat:
Autismus

Eine Krankheit ist kein Schimpfwort

Leserin Katja Carstensen ist Autistin. Es ärgert sie, dass diese Krankheit mit Klischees und Vorurteilen belegt wird. Sie hofft auf Akzeptanz durch Aufklärung.

Das Wort Autismus erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Um Egozentrik, Gefühlskälte, Realitätsferne oder Egoismus zu umschreiben, wird häufig der Begriff Autismus bemüht. Dabei zeichnet das ein völlig falsches Bild. Vor allem aber diskriminiert es autistische Menschen wie mich.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
04.05.13, 20:29:17
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Und jetzt nochmal ein "Autismusexperte" (nein nicht der mit dem Komikerbruder, wobei das wohl auch Ansichtssache ist):
Zitat:
Der Bruder des umstrittenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Berichte über eine Autismus-Erkrankung des Kirchenmannes zurückgewiesen. "Als Bruder des Bischofs von Limburg und als Arzt kann ich aufgrund meiner Fachkenntnis und meiner Kenntnis der Biografie meines Bruders klar erklären, dass er weder an einem Asperger Syndrom noch an einer anderen Variante von Autismus leidet", betonte der Freiburger Psychiatrie-Professor Ludger Tebartz-van Elst in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Er wolle davor warnen, "medizinische Krankheitsbegriffe als Mittel der Auseinandersetzung in persönlichen oder institutionellen Konflikten und Machtkämpfen zu missbrauchen", erklärte der Mediziner. Mit Bestürzung habe er verfolgt, wie sein Bruder nicht nur heftig kritisiert, "sondern mit böswilligen Unterstellungen und persönlichen Verunglimpfungen in seiner menschlichen Existenz angegriffen wird".

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FAS") hatte zuvor über Gerüchte in Rom berichtet, wonach Ludger Tebartz-van Elst Vertrauten angeblich gesagt haben soll, sein Bruder leider unter dem Asperger-Syndrom. Das ist eine Form des Autismus. Die Betroffenen haben Probleme, soziale Kontakte zu knüpfen, und tun sich schwer damit, Mimiken zu erkennen. Durch die Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen gelten viele als sonderbar und eigenbröterlisch.

Als Bischof müsse sich sein Bruder vielfältiger Kritik stellen, sagte Ludger Tebartz-van Elst. "Angriffe, die seine menschliche Würde verletzen, sind damit gleichwohl nicht zu rechtfertigen."

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
20.10.13, 18:13:30
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Die Formulierung hat Raffinesse: Wenn er nicht an Autismus "leidet", so kann er ja dennoch Autist sein;).

Zitat: "Angriffe, die seine menschliche Würde verletzen, sind damit gleichwohl nicht zu rechtfertigen."

War das allgemein gemeint, oder muss man das so deuten, dass jemanden als Autist zu bezeichnen, ein Angriff und eine Verletzung der menschlichen Würde ist?
Würde es dann nicht an der Zeit sein, die Damen und Herren Psychiaterkollegen mit dieser Sicht bekannt zu machen, die mit solcherlei Krankheits-Zuweisungen ihr täglich Brot erwirtschaften?

www.uniklinik-freiburg.de/psych/live/personen/vanElst.html

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
21.10.13, 00:33:02
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, was diese Site eigentlich für eine Aufgabe hat:
Zitat:
Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen seien zum Zusammenleben gezwungen, da jede Teilung Bosnien-Herzegowinas einen neuen Krieg bedeuten würde. Finci setzt sich dafür ein, durch die Aufzeichnung der Erinnerungen einiger tausend Zeugen an die letzten zwölf Jahre eine große Datenbasis einzurichten. Alle Beteiligten sollen dabei zu Wort kommen: Opfer, Täter, Retter. Innerhalb von 18 Monaten sollen die Zeugnisse erhoben und danach der Öffentlichkeit vorgestellt werden...Wolfgang Höpken (Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig) nannte das Motto „Verleugnung oder Auseinandersetzung“ eine Scheinalternative. Ähnlich wie Falk Pingel zu Beginn der Konferenz sprach er davon, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit heute eine Art „globalisierter Verpflichtung“ sei. Von den bisher genannten Instrumenten sei dem Gerichtshof in Den Haag „die bisher weitestgehende Aufarbeitung“ der Kriege im ehemaligen Jugoslawien gelungen. Eine Grenze setze allerdings die „noch immer autistische Perspektive“ der serbischen und kroatischen Gesellschaften, die sich ausschließlich in der Rolle der Opfer sehen – historisch vergleichbar der Wahrnehmung der Tribunale von Nürnberg und Tokyo.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
02.11.13, 17:09:04
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Am 17.11.2015 bezeichnete der Sicherheitsexperte Karl-Heinz Kamp in der Phoenix-Runde islamistischen Extremismus als eine Form von Autismus.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
20.11.15, 14:33:37
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55555
(Fettnäpfchendetektor)


Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
16.11.16, 08:41:32
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NA66Love
(Nur rote Bereiche)

wie bei uns ;=(
08.09.18, 22:10:50
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Gast
(Gastzugang)

Zitat:
In Deutschland zählen die Außen- und Europapolitik nicht gerade zu den Stärken. Hier herrschen moralisierende Vorstellungen von internationaler Politik. Glaubt man der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), dem wohl wichtigsten deutschen außenpolitischen think tank, dann handelt es sich dabei um „außenpolitischen Autismus“. So jedenfalls Professor Hanns Maull, seines Zeichens Senior der SWP. Sein jüngster Aufsatz zum Thema hat es in sich, erschienen ist er im Sammelband von Volker Stanzel „Die neue Wirklichkeit der Außenpolitik. Diplomatie im 21. Jahrhundert“.

Ganz so neu ist diese Wirklichkeit zwar nicht, wie die zehn Aufsätze des Sammelbandes zeigen: Hinweise in den meisten Beiträgen, daß sich Außenpolitik bzw. die Tätigkeit von Diplomaten durch neue Akteure, Digitalisierung und größere Öffentlichkeiten geändert hat, kann diesen vom Auswärtigen Amt geförderten Band nicht unbedingt rechtfertigen: dies tut nahezu ausschließlich der Aufsatz zum „außenpolitischen Autismus“. Und der habe, so Maull, vor allem vier Aspekte: Er beschreibe Muster von Verhalten, die unangemessen sind, die „Interessen des Staates und seines Volkes zu realisieren“, er könne „Folge politischer Fehlentwicklungen oder von emotional aufgeladener Politik“ sein oder Folge „übermäßig taktischer Nutzung außenpolitischer Inhalte für innenpolitische Manöver“. Und er könne hervorgerufen sein durch grobe Verzerrungen „aufgrund emotional aufgeladener kollektiver Einstellungen“ oder „Schuldgefühle wegen vergangener Ereignisse“, die als „emotionaler Ballast“ dazu führten, „daß sich Staaten kognitiv abschotten und Beobachtungen nicht mehr zur Kenntnis nehmen, die den eigenen Gefühlen und Weltbildern nicht entsprechen“, ja sich „hermetisch gegen Korrekturen an der Realität“ abschließen.

Dies ist starker Tobak, fußt aber auf den politikwissenschaftlichen Vorarbeiten von Karl W. Deutsch und Dieter Senghaas, der diesen Ansatz als kritischer Friedensforscher einst für seine Kritik an der nuklearen Abschreckung nutzte. Dazu Maull: Interessant sei dabei vor allem das grundsätzliche Argument, wonach Staaten genau wie Individuen politische Defizite entwickeln könnten. Ein solcher Autismus könne auch das Überleben der EU gefährden, die auf „solide öffentliche Unterstützung für europäische Politik auf der Grundlage von Konzepten nationaler Identität, Souveränität und Politik“ angewiesen sei. Ein sehr aktueller Verweis angesichts ihrer seit einigen Jahren und auch aktuell sichtbaren Fehlentwicklungen („Mehr Europa“ als Patentrezept).

Vergleicht man das neue Konzept aus den Reihen der SWP mit dem von ihr vor einigen Jahren etablierten Konzept der strategischen Kultur, das längst von Emmanuel Macron in die politische Strategie Frankreichs übernommen wurde, kommt man um den Eindruck nicht herum, dieser so kreative Berliner think tank habe die Begriffe „strategische Kultur“ eigens für Frankreich und „politischen Autismus“ eigens für Deutschland entwickelt. Daß auf das Signal von der Sorbonne kein Echo aus Berlin kam, überrascht so nicht. Und für die Zukunft ist zu erwarten, daß die Coronakrise die Karten auch in Europa neu mischt. Fragt sich nur in welche Richtung: Der Brexit ist noch nicht in trockenen Tüchern, und schon werden angesichts der damit verbundenen Veränderung der Mehrheiten schon wieder die Versuche erneuert, die EU endgültig in Richtung Transferunion umzubauen. Schlechte Zeiten für autistische Außenpolitik!

https://reitschuster.de/post/aussenpolitischer-autismus-oder-strategische-kultur
11.12.20, 14:50:39
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