Die Studie aus den USA geht vermutlich davon aus, daß durch eine intensive Frühintervention eine Heilung erreicht wird, also keine Kosten mehr entstehen.
Die verlinkte Studie ist hauptsächlich eine Auswertung von anderen Studien, mit teilweise unzureichenden oder fehlenden Ergebnissen, nach ökonomischen Gesichtspunkten. Diese Studie selber ist keine medizinische Studie, sondern eine statistische Auswertung. Die Autoren stammen von folgenden Einrichtungen:
- Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
- Kompetenzzentrum Versicherungswissenschaften GmbH Hannover
- Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement, Universität Bielefeld
Die Zugehörigkeit der Autoren spricht für die Zielstellung der Studie.
Das Ende der Zusammenfassung, Seite 90, ist bezeichnend.
Zitat:
Aus ökonomischer Sicht können keine Erkenntnisse insbesondere bzgl. der langfristigen Kosten-Effektivität einzelner Behandlungen identifiziert werden. Effektive Frühinterventionen könnten jedoch die Gesamtkosten des Autismus langfristig reduzieren, indem die anfallenden hohen anfänglichen Aufwendungen durch spätere Einsparungen überkompensiert werden, was z. B. aufgrund eines positiv beeinflussten Sozialverhaltens der Patienten oder mögliche preiswertere Behandlungen im weiteren Verlauf entstehen könnte. Das Ausmaß dieser Einsparungen bleibt allerdings unklar.